Was ist der LEI-Code, wofür wird er genutzt und wie lässt sich die Identität von Unternehmen weltweit überprüfen

Der LEI-Code wurde 2013 eingeführt, um die Nachverfolgbarkeit von Finanztransaktionen zu gewährleisten und systemische Risikoszenarien zu verhindern, die mit der Finanzkrise von 2008 entstanden sind.
Der LEI (Legal Entity Identifier) ist heute verpflichtend in den Ländern der Europäischen Union und in den Vereinigten Staaten, aber auch in Indien, China, Australien und Singapur. In über 200 Ländern eingeführt, ist das LEI-System zum internationalen Standard für finanzielle Transparenz geworden. Dank der Aufsicht durch die GLEIF ermöglicht dieser Identifikator die Echtzeit-Abbildung der Verbindungen zwischen Unternehmen auf globaler Ebene und beseitigt jede Intransparenz in Bezug auf Identität und Eigentümerstrukturen.
Der LEI-Code (Legal Entity Identifier) ist eine 20-stellige alphanumerische Kennung, die verwendet wird, um juristische Personen (Unternehmen, Fonds, Banken) eindeutig zu identifizieren, die an globalen Finanztransaktionen teilnehmen.
Der Legal Entity Identifier entspricht dem ISO-17442-Standard und wurde nach der Finanzkrise 2008 eingeführt, um zu vermeiden, dass Aufsichtsbehörden erneut ein intransparentes System verwalten müssen, in dem es sehr schwierig war, Verbindungen zwischen Unternehmen nachzuvollziehen.
Vor der Einführung des LEI-Codes nutzte jedes Land eigene Identifikationssysteme, und auch Banken hatten eigene Codes. Dadurch konnte dasselbe Unternehmen unter Dutzenden verschiedener Namen in weltweiten Datenbanken erscheinen.
Dank der Einführung des LEI-Codes verfügen heute alle Finanzmarktteilnehmer über eine verifizierte Identität und einen öffentlichen „Stammbaum“.
Die wichtigsten Funktionen des LEI-Codes beziehen sich auf:
Wie bereits erwähnt, ist der LEI-Code weltweit eindeutig. Daher ist er Teil eines vernetzten Systems, das auf einer großen globalen Datenbank und deren regionalen Strukturen basiert.
Kurz gesagt, der LEI-Code ist zu finden:
Der LEI-Code ist für alle juristischen Personen verpflichtend, die Finanzinstrumente handeln (Aktien, Anleihen, Staatsanleihen usw.). Insbesondere ist der LEI-Code bei Finanzmarkttransaktionen erforderlich für:
Für natürliche Personen ist der LEI-Code hingegen nicht verpflichtend, auch wenn sie Finanztransaktionen durchführen.
Um einen LEI-Code zu erhalten, muss man sich an ein von der GLEIF akkreditiertes LOU oder einen Registration Agent wenden. Es ist nicht zwingend erforderlich, einen nationalen Anbieter zu wählen; wichtig ist lediglich, dass das ausgewählte LOU Dienstleistungen im betreffenden Land anbietet. Ein italienisches Unternehmen könnte beispielsweise einen LEI bei InfoCamere, aber auch bei Bloomberg oder der London Stock Exchange beantragen.
In jedem Fall müssen die erforderlichen Daten angegeben werden:
Damit der Aussteller die Daten überprüfen kann, müssen offizielle Dokumente beigefügt werden wie ein Handelsregisterauszug und ein Konzernabschluss, der eventuelle Verbindungen zu anderen Unternehmen belegt. Nach Übermittlung der Informationen und Zahlung der Gebühr validiert der Aussteller die Daten und aktiviert den LEI-Code innerhalb von 24–48 Stunden.
Der LEI-Code hat eine Gültigkeit von einem Jahr. Nach Ablauf muss er erneuert werden. Wird er nicht verlängert, erhält der Code den Status „Lapsed“ (abgelaufen) und Finanztransaktionen sind nicht mehr möglich.
Es gibt drei Hauptmethoden, um nach einem LEI-Code zu suchen: