HomeBlogIBAN: Was sie ist und wie man sie überprüft
API-Einblicke

IBAN: Was sie ist und wie man sie überprüft

International Bank Account Number: Wann die IBAN eines Bankkontos überprüft werden sollte und wie das funktioniert

Die IBAN ist der Standard zur eindeutigen Identifizierung von Bankkonten – unabhängig davon, ob sie bei Banken, E-Geld-Instituten oder als Zahlungskonten geführt werden – und erleichtert die Abwicklung nationaler und internationaler Zahlungen. Die IBAN wird in 80 Ländern weltweit verwendet und bildet zudem eine der Grundlagen des europäischen SEPA-Systems (Single Euro Payments Area), das Überweisungen innerhalb Europas in wenigen Sekunden und ohne zusätzliche Kosten ermöglicht.

Was ist eine IBAN?

Die IBAN (International Bank Account Number) ist ein internationaler alphanumerischer Code, der ein Bankkonto eindeutig identifiziert. In Italien besteht die IBAN aus 27 Zeichen und enthält die Bankverbindung in strukturierter Form, indem sie das Land, das Kreditinstitut und die Kontonummer angibt.

Die IBAN wurde 1997 von der ISO (International Organization for Standardization) eingeführt, um internationale Banküberweisungen zu vereinfachen. Diese waren zuvor kostspielig und besonders komplex, da jedes Land über eigene Bankleitzahlen, Regelungen und Bearbeitungszeiten verfügte.

Viele Jahre lang wurde die IBAN ausschließlich für grenzüberschreitende Zahlungen verwendet. Am 1. Januar 2008 wurde sie dann für alle nationalen Überweisungen verpflichtend. Bereits Anfang der 2000er-Jahre entstand zudem der SEPA-Raum (Single Euro Payments Area), der den Zahlungsverkehr zwischen Finanzinstituten in mehr als 30 Ländern harmonisiert und auf der Standardisierung der IBAN basiert.

Wie ist eine IBAN aufgebaut?

Die Standardisierung innerhalb des SEPA-Raums bedeutet nicht, dass die IBAN in allen Ländern identisch ist. Die ISO hat lediglich ein einheitliches Format für die ersten vier Zeichen der IBAN festgelegt: Die ersten beiden Zeichen stehen für den Ländercode (z. B. IT für Italien, FR für Frankreich oder DE für Deutschland), die beiden folgenden sind Prüfziffern.

Darüber hinaus hat die ISO eine maximale Länge von 34 Zeichen festgelegt. Innerhalb dieses Rahmens kann jedes Land jedoch die Länge seiner IBAN sowie die interne Struktur der enthaltenen Bankinformationen selbst bestimmen.

In Italien besteht die IBAN aus 27 Zeichen und enthält den nationalen CIN-Code, den ABI-Code, den CAB-Code sowie die Kontonummer – ähnlich wie bei französischen Bankkonten. In Deutschland hingegen umfasst die IBAN 22 Zeichen, da sie Bank- und Filialkennzeichen zusammenfasst und keinen nationalen CIN-Code enthält. In Litauen besteht die IBAN sogar nur aus 20 Zeichen.

Der Aufbau der italienischen IBAN sieht wie folgt aus:

  • IT (2 Buchstaben): Ländercode;
  • 2 Ziffern: internationale Prüfziffern;
  • 1 Buchstabe: nationaler CIN-Code;
  • 5 Ziffern: ABI-Code der Bank;
  • 5 Ziffern: CAB-Code der Filiale;
  • 12 Ziffern: eigentliche Kontonummer.

IBAN-Prüfung: So liest man den Code

Wenn Sie bestimmte Informationen aus einer IBAN ableiten möchten, beispielsweise die Bank anhand der IBAN ermitteln, müssen Sie den Aufbau des Codes verstehen.

Um die Bank zu identifizieren, bei der das Konto geführt wird, müssen Sie die Zeichen nach den ersten fünf Stellen betrachten, also nach dem Buchstaben des nationalen CIN-Codes. Die darauffolgende Gruppe aus fünf Ziffern stellt den Bankcode dar und identifiziert das Kreditinstitut.

Wenn Sie hingegen die Filiale ermitteln möchten, bei der das Konto geführt wird, oder feststellen wollen, ob das Geld an ein Online-Konto überwiesen wird, müssen Sie den Filialcode suchen. Dieser besteht aus den fünf Ziffern, die unmittelbar auf den Bankcode folgen.

Im Gegensatz zum Bank- und Filialcode ist der BIC-/SWIFT-Code nicht Bestandteil der IBAN. Es handelt sich um einen separaten Code (mit 8 oder 11 Zeichen), der ein Kreditinstitut weltweit identifiziert und für Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums oder in anderen Währungen als dem Euro erforderlich ist.

Wie kann man eine IBAN überprüfen?

Die Überprüfung einer IBAN ist insbesondere in zwei Fällen sinnvoll: zum einen, um sicherzustellen, dass sie formal korrekt ist und beispielsweise Tippfehler zu vermeiden, und zum anderen, um zu prüfen, ob sie aktiv ist und dem richtigen Kontoinhaber gehört.

Eine IBAN kann auf unterschiedliche Weise überprüft werden:

  1. Formale IBAN-Prüfung: Hierbei wird überprüft, ob die IBAN mathematisch korrekt ist, indem der standardisierte Prüfalgorithmus angewendet wird.
  2. Prüfung der IBAN und der Bankdaten: Dieser Service liefert die vollständigen Informationen zum zugehörigen Kreditinstitut und überprüft dessen Erreichbarkeit innerhalb des SEPA-Zahlungsverkehrs.
  3. Überprüfung des IBAN-Kontoinhabers: Damit wird sichergestellt, dass die IBAN tatsächlich der Person gehört, an die die Überweisung gesendet werden soll. Im vergangenen Jahr haben die Länder des SEPA-Raums begonnen, diese Überprüfung („Verification of Payee“ (VoP) bzw. Name Check) in ihre Zahlungssysteme zu integrieren, um Betrug und Missbrauch zu verhindern. Die Prüfung erfolgt in Echtzeit. Stimmen Kontoinhaber und Empfängername nicht überein, zeigt die Banking-App einen entsprechenden Warnhinweis an.

Obwohl sich die Länge der IBAN und die verwendeten Prüfverfahren von Land zu Land unterscheiden, erfolgt die Überprüfung einer ausländischen IBAN nach denselben Grundsätzen. Der internationale Name Check ist inzwischen im gesamten SEPA-Raum ein verpflichtender Standard.

IBAN: Was sie ist und wie man sie überprüft
Teilen auf