Wie die Vereinheitlichung von Verifizierungsprozessen die Compliance von Unternehmen optimiert und das Risiko von Sanktionen beseitigt

Mit dem rasanten Wachstum von Fintech-Dienstleistungen und Online-Transaktionen ist der Schutz von Institutionen vor Finanzkriminalität bei gleichzeitiger Gewährleistung einer reibungslosen Nutzererfahrung zur größten Herausforderung für Compliance-Teams weltweit geworden.
In diesem Umfeld liegt der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit darin, veraltete manuelle und fragmentierte Kontrollen hinter sich zu lassen. Die direkte Integration der Identitätsprüfung in KYC- und AML-Prozesse ermöglicht es, die Sicherheit bereits beim Onboarding zu stärken, Betrug zu verhindern und Wartezeiten für Nutzer vollständig zu eliminieren.
AML oder Anti-Money Laundering (Geldwäschebekämpfung) bezeichnet die Gesamtheit von Gesetzen, Vorschriften und Verfahren, die Finanzinstitute einsetzen, um Finanzkriminalität wie Geldwäsche oder die Finanzierung illegaler Aktivitäten zu verhindern und aufzudecken.
Zu den AML-Prüfungen gehören unter anderem:
Bevor neue Kunden Transaktionen durchführen können, müssen sie verschiedene Prüfungen durchlaufen. Finanzinstitute müssen beispielsweise überprüfen, ob die betreffenden Personen auf Sanktionslisten der Vereinten Nationen oder anderer internationaler Organisationen stehen und ob es sich um eine politisch exponierte Person (PEP) handelt.
In Italien und in ganz Europa sind AML-Prüfungen gesetzlich vorgeschrieben. Die Gesetzgebung definiert eine Liste von verpflichteten Unternehmen und Personen, die dieses Screening durchführen müssen, bevor sie eine dauerhafte Geschäftsbeziehung mit einem neuen Kunden eingehen. Diese lassen sich in fünf Hauptkategorien einteilen:
Die Nichteinhaltung regulatorischer Anforderungen kann zu Strafen in Millionenhöhe führen. Ende letzten Jahres akzeptierte UBS nach einem langwierigen Rechtsstreit eine von den französischen Behörden verhängte Geldstrafe in Höhe von 835 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor musste die kanadische Großbank TD Bank aufgrund systemischer Mängel in ihren AML-Kontrollen eine der höchsten Strafen der Finanzgeschichte zahlen (3 Milliarden US-Dollar).
Die Abkürzung AML wird häufig zusammen mit KYC (Know Your Customer) verwendet. Die beiden Begriffe sind jedoch nicht gleichbedeutend. Die KYC-Prüfung beziehungsweise Kundenidentifizierung ist ein wesentlicher Bestandteil der AML-Kontrollen, die darüber hinaus weitere Maßnahmen wie den Abgleich mit Sanktionslisten und ein risikobasiertes Kundenmanagement umfassen.
Die Kundenidentifizierung ist der erste Schritt zur Erfassung eines neuen Kunden und zur Überprüfung seiner Identität. Dieser Prozess gliedert sich in der Regel in drei Phasen:
In diesem Zusammenhang bildet die Identitätsprüfung die Grundlage aller nachfolgenden KYC- und AML-Kontrollen. Sie hilft, Betrugsfälle wie Identitätsdiebstahl zu verhindern, und stellt sicher, dass die vorgelegten Ausweisdokumente tatsächlich der betreffenden Person gehören – oder der Person auf der anderen Seite des Bildschirms.
Die schnelle Verbreitung immer leistungsfähigerer Digital-Onboarding-Systeme wurde durch einen grundlegenden architektonischen Wandel ermöglicht: den Übergang von isolierten Silosystemen zu einem integrierten Ansatz, bei dem die Dokumentenprüfung Teil eines einzigen automatisierten Workflows ist, der für den Nutzer unsichtbar bleibt.
In einem integrierten System erfolgt die Identitätsprüfung innerhalb weniger Sekunden nach folgendem Muster:
All dies erfolgt über APIs, die die verschiedenen Softwarelösungen und Dienste miteinander verbinden, die an der Identitätsprüfung beteiligt sind.
Die Vorteile eines Systems, das die Identitätsprüfung in einen einzigen automatisierten Workflow integriert, gehen weit über die Vermeidung manueller Fehler und die Verbesserung der Nutzererfahrung hinaus.
Zu den wichtigsten Vorteilen dieses integrierten Ansatzes gehören:
Ein integriertes Identitätsprüfungssystem ermöglicht zudem die vollständige Automatisierung der Transaktionsüberwachung, indem spezifische Kontrollregeln auf Grundlage des Risikoprofils des Kunden angewendet werden. Dadurch wird die digitale Identitätsprüfung von einem isolierten Vorgang zum zentralen Eingangspunkt, der das gesamte Compliance-Ökosystem speist.